Für eine Gesellschaft ohne Knäste! von der Anarchistischen Gruppe Freiburg

Für eine Gesellschaft ohne Knäste!

Wenn in der (radikalen) Linken über Staat und Recht diskutiert wird, wird oft ausschließlich der repressive Charakter des bürgerlichen Staates betrachtet und kritisiert. Eine grundsätzliche Reflexion über Staat, Recht und Knast in der bürgerlichen Gesellschaft findet hingegen selten statt.

Diese Haltung mag einerseits in „linken Altlasten“ begründet sein, die im Staat nach wie vor ein Instrument persönlicher Herrschaft der Bourgeoisie sehen oder aber auf persönlicher direkter Erfahrung mit den Repressionsorganen beruhen: Selbstverständlich stößt sich linke Politik, die die bestehenden Verhältnisse überwinden möchte, immer wieder an dem Staat und den bürgerlichen Gesetzen.

Slogans wie „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ oder auch „Freiheit stirbt mit Sicherheit“ sind verständliche und notwendige Reaktionen auf die Repression, die linke Praxis fast täglich erfahren muss. Staats-, Rechts-, und Knastkritik darf unserer Meinung nach jedoch nicht erst dort anfangen, wo mal wieder eine Demonstration von Polizist_innen* niedergeknüppelt, Hausdurchsuchungen gegen Antifaschist_innen stattfinden oder linke Aktivist_innen für Aktionen in den Knast müssen. Mehr…